Jakob-Hombach-Gedächtnis-Turnier 2016

Zwei der Topspieler, an deren Teilnahme hohe Erwartungen in Hochneukirch geknüpft worden waren, sagten kurz vor Beginn des diesjährigen, nunmehr  21. Jakob-Hombach-Gedächtnis-Turniers ab: Verbandsmeister Herren 30 Holger Zühlsdorff-Pavlovic aus Jülich und der Vorjahressieger des JHGTs Alexander Caspari aus Köln.

Das tat dem sportlichen Niveau des Turniers aber keinen Abbruch, denn schon in den Vorrunden wurde mit allem Einsatz und großer Leistungsstärke, aber auch bemerkenswerter Fairness und Spielfreude um den Einzug in die Finalrunden gekämpft. Dementsprechend wurde dem Publikum an drei Tagen tolles Tennis geboten, und die Zuschauer dankten es den Spielern mit begeisterter Anteilnahme und anerkennendem Applaus für alle gelungenen Aktionen.

Die Vorsitzende des HTCs Edith Simaitis hob bei ihrer Rede während der Siegerehrung besonders heraus, dass sich die 4 vereinseigenen Teilnehmer – Hermann-Josef Küppers, Thomas Valva,  Holm Sinagowitz und Max Klöters sehr tapfer geschlagen hätten und die beiden Letztgenannten bis in die zweite Runde gekommen seien.

Sinagowitz musste sich dann gegen den überragenden Johannes Lindmeyer vom TC Bensberg geschlagen geben.

Max Klöters verlor gegen Tim Ludwig aus Giesenkirchen, der danach im Viertelfinale vom Vorjahresfinalisten  Raphael Özelli vom GHTC in 2 Sätzen gestoppt wurde.

Im Viertelfinale traf der Verbandsmeister der Herren 30 Konstantin Lorenz vom TC Jülich auf Dominik Pfeiffer vom Oberhausener TC, der nach zwei mit 6:1 und 6:2 souverän gewonnenen Sätzen im Viertelfinale stand, wo er

mit einem ebenso überlegenen Sieg über Lennart Schmidt vom TC Oberkassel für einen schnellen Einzug ins Halbfinale sorgte.

Die beiden Giesenkirchener Dennis Ludwig und Tobias Leineweber lieferten sich allerdings im Viertelfinale einen ungemein verbissenen, gleichwohl überaus fairen Kampf, der die Zuschauer von den Sitzen riss und erst im 3. Satz für Dennis Ludwig siegreich endete.

Ähnlich kampfbetont und dramatisch verlief das parallel ausgetragene Duell zwischen dem Odenkirchener Philipp Brandner und Johannes Lindmeyer, der ebenfalls erst nach 3 Sätzen ins Halbfinale einzog.

Hier standen sich also die erfahrenen Mittdreißiger Özelli und Pfeiffer sowie die wesentlich jüngeren Lindmeyer (23) und Ludwig (20) gegenüber. Und die Routiniers ließen ihren Konkurrenten um den Einzug ins Finale keine Chance: Lindmeyer wurde mit 6:2 und 6:2 von Özelli, Ludwig mit 6:1und 6:1 von Pfeiffer ausgebremst.

Im Finale trafen jetzt also zwei altbekannte Teilnehmer am JHGT auf einander, die beide im Vorjahr (Özelli) bzw. im Jahr davor (Pfeiffer) im Finale verletzungsbedingt hatten aufgeben müssen. Edith Simaitis konnte am Schluss der Wettkämpfe auf die mysteriöse Besonderheit des Turniers hinweisen, dass erstmals seit 2013 wieder ein Finale zu Ende gespielt worden sei von zwei Konkurrenten, die in Hochneukirch noch nie gegeneinander angetreten waren.

Was den Zuschauern im Endspiel geboten wurde, war absolutes Power-Tennis mit hohem Risiko, weitgehend von der Grundlinie aus gespielt. Einzelne Stopp-Bälle Özellis konnte Pfeiffer zunächst immer erfolgreich kontern, bis der Gladbacher seine Stopps noch näher hinter das Netz platzierte.

Den 1. Satz entschied Pfeiffer mit 6:3 für sich. Dann drehte Özelli das Spiel und siegte 6:3 im 2. Satz, so dass ein 3. Satz erforderlich wurde, der als Champions-Tiebreak gespielt wurde. Punkt für Punkt kämpften sich jetzt die beiden Finalisten aneinander heran – bis Raphael Özelli die ersten Matchbälle nutzte, um mit 12:10 den denkbar knappsten Sieg einzufahren.

Nach 2011, 2013 und 2014 war der Gladbacher Özelli zum vierten Mal Sieger beim JHGT in Hochneukirch.

Bei der Siegerehrung schilderte die Vorsitzende Edith Simaitis noch einmal die ganze Dramatik der Wettkämpfe und kam zu dem Ergebnis, dass es eigentlich zwei Sieger gebe, die nach Spielverlauf und Ergebnis nur ganz minimal von einander getrennt seien. Sie lobte die Fairness der Spieler und dankte allen Sponsoren namentlich und auch all denen, die zum erfolgreichen Gelingen des Turniers beigetragen hatten – an erster Stelle und vor allem dem Organisator der Spiele Sportwart Wilfried Heinen, dessen hervorragende Leistung auch Raphael Özelli eigens hervorhob.

Alle Spieler versprachen, wenn es ihnen möglich sei, im nächsten Jahr wieder beim HTC dabei zu sein.

So ging bei herrlichem Tenniswetter ein weiteres schönes Turnier beim Hochneukircher Tennisclub zu Ende.